Vertiefungsentwurf Bauen im Bestand - Mundenhof Freiburg
Modellfotos
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Thema
Der ursprünglich rein landwirtschaftlich genutzte Mundenhof ist heute ein beliebtes Ausflugziel in der Nähe von Freiburg mit zahlreichen Freizeit- und Kultureinrichtungen. Im Sommer finden dort
häufig Kunstausstellungen und Konzerte statt.
Neben dem landwirtschaftlichen Betrieb umfasst der Mundenhof heute den flächenmäßig größten Zoo Deutschlands, ein Aquarium, Sozialeinrichtungen, eine Gaststätte sowie Veranstaltungsräume und
Künstlerateliers. Mehrere der stattlichen Gebäude sowie Teile der Freiflächen sind ungenutzt.
Die Stadt Freiburg als Eigentümer und Betreiber sucht einerseits nach einem Gesamtkonzeptfür neue und weitergehende Nutzungen, gleichzeitig sind konkrete Um- und Ausbaupläne für einzelne Gebäude zu
entwickeln.
Die Hälfte des ehemaligen Kuhstalls wurde durch einen Brand zerstört. Später wurde hier eine Großgarage ergänzt, die das Ensemble aus heutiger Sicht empfindlich stört. Der ehemalige Kuhstall bildete
ursprünglich an der Zufahrtsstrasse einen markanten baulichen Auftakt - die Situation ist städtebaulich und architektonisch ungelöst.
Der Mundenhof steht heute unter Ensembleschutz.
Analyse des Orts
Der Mundenhof ist ein kulturell offener, stark mit der Natur verwurzelter Ort. Eingebettet in die Struktur der ehemaligen Rieselfelder Freiburgs, wirken die bestehenden Gebäude eher wie zufällig
platziert.
Das städtebauliche Konzept
Die Natur durchfließt den Hof, bildet Orientierungslinien in Gestalt von Kirschbaumreihen. Sie leiten den Besucher, bilden neue Raumkanten, lassen gefasste Höfe entstehen und fungieren zudem als
unverwechselbares Erkennungsmerkmal des Ortes. Auf bzw. an genannten Linien findet der Besucher neben verschiedenen Einrichtungen auch Kunst und Erholung.
Lageplan
Entwurfsskizzen
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Das Konzept der Kuhstallergänzung
In die bestehende Vertiefung des Kuhstalls werden Steinkuben eingestellt, welche einen Holzsteg tragen. Dieser durchstößt das Foyer, dringt ins Freie vor und bildet dort dutrch Faltung eine neue Gebäudehülle aus, an der Stelle, wo einst die andere - jetzt abgebrannte - Hälfte des Kuhstalls stand . Das ehemals symmetrische Gebäude wird in sein Gleichgewicht zurückgeführt.Das Foyer wird zum zentralen Verteiler. Von dort aus erreicht man das Restaurant, wo man Einblicke in die Zubereitung saisonaler Speisen (teils aus eigenem Anbau), die man dann im Obergeschoss auf dem Holzsteg mit Blick auf den erhaltenen, eindrucksvollen Dachstuhl, geniessen kann.In die entgegengesetzte Richtung schließt eine Veranstaltungshalle (aus der Faltung des Stegs entwickelt) an. Gesäumt durch weitere Steinkuben, in denen sich die funktionalen Räume befinden, bietet sie Raum für Aufführungen, Kongresse oder auch private Veranstaltungen. Die genannten Steinkuben fungieren gleichzeitig als 'Blumentröge', die mit der Kletterpflanze Clematis Romantica bepflanzt sind, welche sich an Drahtseilen emporhangelt und damit sowohl als Sonnenschutz dient und gleichzeitig die Naturverbundenheit des Ortes wiederspiegelt.Folgt man der Wasserrinne im Boden des Foyers, gelangt man auf den sogenannten Kulturhof. Die große Wasserfläche in dessen Mitte, welche einst als Misthaufen genutzt wurde, bildet einen Ruhepol zwischen Handwerk, Kunst, Workshops und zwischenmenschlichem Austausch.
Blick auf die neuen Ferienappartments (im Vordergrund) und die Ergänzung des Kuhstalls durch eine Veranstaltungshalle (im Hintergrund)
Ansicht, Schnitt und Grundriss
Der hier grün angelegte Holzsteg nimmt seinen Ursprung im erhaltenen Teil des Stalls (rechts im Bild), durchdringt das neue Foyer und faltet sich zur raumbildenden Hülle der neuen Veranstaltungshalle (ganz links im Bild). Auf diese Weise wird Alt und Neu
Teilansicht der Fassade und Fassadenschnitt der Veranstaltungshalle
Die neue Platzsituation um den alten Misthaufen - jetzt Wasserfläche - mit Erweiterung des Kuhstalls und 'Ferienwohnungssteg'
