Künstlerkolonie Ettlingen
Werkstätten - Ausstellung - Wohnungen
Thema
Auf dem im Lageplan gekennzeichneten Grundstück sind Werk- und Ausstellungsflächen für freischaffende Künstler zu entwerfen.
In den Produktionsbereichen wird gemalt, geformt, geschnitten, geklebt, geschraubt mit Materialien wie Stein, Holz, Textilien, Metall, Glas und Kunststoff.
Es werden Plastiken hergestellt, mit den verschiedensten Werkstoffen gearbeitet, z.B. Metall wird gesägt, gebohrt, geschmiedet und gegossen, Ton wird geformt, Holz wird bearbeitet, Glas und
Kunststoff eingesetzt, mit Farben überzogen, es werden Bilder entworfen von der Collage, über das Gemälde bis hin zur Radierung. Buchbindeeinrichtungen sind vorhanden, Rahmungen mit Auflagen können
gefertigt werden...
Es wird laufend ausgestellt, auch jene Objekte, welche gerade geschaffen werden und wurden. Klarheit, Sichtbarkeit der Konstruktion, Gegensätze von erdigen Werkstoffen zu
High-Tech-Konstruktionen werden den Entwurf in Spannung versetzen. Die Kunstobjekte und die Architektur sind in engem Zusammenhang zu sehen.
Klarheit, verarbeitete und umgesetzte Prägnanz des ausgestellten Werkes im Zusammenhang mit blendfreier Tageslichtbeleuchtung werden die Gestaltung des Entwurfs bestimmen, um dem Schaffenden und dem
Kunstwerk gerecht zu werden.
Das Grundstück in Hanglage
Grundstück
Der Planungsbereich, Gewann Drachengärten, befindet sich südlich der Gemeinde Ettlingen im Bereich der Hanglage der Vorbergzone.
Im Jahr 1966 wurde dieses wertvolle Planungsgebiet am Rande der Schwarzwaldausläufer durch einen Bebauungsplan als Sondergebiet ausgewiesen. Geplant war seinerzeit ein Kreiskrankenhaus, welches nicht
verwirklicht wurde.
Innerhalb des Planungsbereiches befindet sich eine historische Villa. Für den Entwurf der Künstlerkolonie kann dieses denkmalgeschützte Gebäude für die Verwaltung und Hausmeisterleistungen in
Anspruch genommen werden.
Bilder des Grundstückes
Lageplan mit neuer Bebauung
Modellfoto und Skizzen zur Entwurfsentwicklung
Gedanken zum Entwurf
Bei der entstandenen Struktur steht die Klarheit der Form und die Schlichtheit der benutzten Materialien im Vordergrund. Sichtbetonflächen mit rauher Brettstruktur dominieren die Fassadengestaltung.
Im Gegensatz dazu stehen die leicht wirkenden und sich richtung Tal öffnenden Glasfassaden auf der Nordseite des Gebäudes. So tritt Massivität und Schwere mit Eleganz und Leichtigkeit in einen
Dialog. Es wurde bewusst mit nur zwei Materialitäten gearbeitet, welche durch ihre zurückhaltende Farbigkeit die hergestellte Kunst in den Vordergrund rücken lässt. Die Form öffnet sich Richtung Tal
und lässt so einen grosszügigen, inspirierenden Blick auf Ettlingen und die atemberaubende Natur der Umgebung zu. Während man sich die Kunst anschaut, kann man immer wieder aufblicken, den Blick in
die Weite suchen und die Gedanken schweifen lassen. Die Form ist so gewählt, dass Künstler und Kunstinteressierte aufeinandertreffen und sich somit austauschen können.
Der Übergang von Werkhalle zu Ausstellungsraum ist fliessend und dennoch gibt es durch Schiebeelemente die Möglichkeit ungestört zu arbeiten. Eine Cafébar im Westflügel des Gebäudes lädt zum
verweilen und geniessen der Natur ein. Auf der Ebene 3 des Gebäudes befindet sich ein Restaurant, welches Sitzplätze inmitten von Ausgestellten Kunstwerken und mit herrlichem Blick ins Grüne
anbietet.
Für die Künstler stehen fünf Wohnungen zur Verfügung, in die sie sich ungestört zurückziehen und auch hier den inspirierenden Blick ins Tal geniessen können. Der Innenhof des Gebäudes ist
gleichzeitig Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte, Ausstellungs- und Arbeitsplattform als auch ein Ort der Ruhe.
Grundriss Ebene 2
Ansichten und Grundrisse Ebene 1 + 3
Modellfoto Nordansicht
